Posted by admin | Posted in Ziegenkäse | Posted on 21-07-2010
Schlagwörter: Grappa, Maische, Marc, Trester, Ziegenkäse
Endlich sind sie da, die warmen Sommerabende, die man im Freien genießen kann. Leichte Küche und ein guter Schluck runden einen Tag genussvoll ab. Kreative Rezepte aus Ziegenkäse passen perfekt, denn im Gegensatz zu Käse aus Kuhmilch ist er aufgrund seines niedrigeren Laktose-Gehaltes leichter bekömmlich und zudem sehr intensiv im Geschmack. Dazu passt entweder ein guter Wein oder aber, wer das Besondere liebt, ein hochwertiger Grappa. Beides passt perfekt zusammen, handelt es sich doch um Produkte, die aus hochwertigen Rohstoffen und mit bestem handwerklichem Können hergestellt werden und nur durch einen langjährigen Erfahrungswert eine höchste Güteklasse erreichen können.
Grappa ist erst in den letzten Jahren auch in Deutschland „in Mode“ gekommen und wird inzwischen auch von Frauen sehr geschätzt. Ihm liegt eine weitreichende Geschichte zugrunde. Es handelt sich dabei um einen Tresterbrand, der aus den Kelterrückständen bei der Weinherstellung destilliert wird. Die Beeren, die nach dem Pressen übrig bleiben, werden eingemaischt. Dabei kommen nur die Beeren mit sehr intensivem Geschmack in Frage, etwa Sorten wie Gewürztraminer, Muscat oder Sauvignon. Wie bei einem guten Ziegenkäse hat die Reinheit oberste Priorität. Wird dem Ziegenkäse beispielsweise die preiswertere Kuhmilch beigesetzt, muss dies auf dem Produkt vermerkt werden, der typische Eigengeschmack geht verloren oder wird geschwächt.
Es braucht viel Erfahrung, Geduld und handwerkliches Geschick, um einen guten Grappa, Marc und Trester herzustellen. Die Maische weder zu nass noch zu trocken sein. Nur ein perfektes Grundprodukt bringt einen perfekten Grappa hervor. Ist die Maische zu nass, kann aus ihr nicht das einzigartige konzentrierte Aroma gewonnen werden, das den Grappa so besonders macht. Ist sie jedoch zu trocken, brennt er auch noch lange nach dem Brennen, nämlich im Mund. Zwischen zwei und vier Jahren muss ein Grappa im Holzfass ruhen, um zu reifen und seine Vielfalt an Aromen zu entwickeln. Nicht zuletzt deswegen geht der Grappa eine so harmonische Verbindung mit einem sorgsam gereiften Ziegenkäse ein. Beides sind einmalige Naturprodukte mit tief greifenden italienischen Wurzeln, beide können in unterschiedlichsten Geschmacksnuancen erlebt werden. Pecorino1 beispielsweise gehört zu den Sorten, die noch heute sowohl vom einfachen Bauern als auch von der modernen Käseindustrie nach alten und tradierten Rezepten hergestellt werden.
